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Schreibmotivation verloren? 6 ehrliche Tipps, um beim Schreiben nicht aufzugeben

  • Autorenbild: Rena
    Rena
  • 5. Dez. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Erstens: Den Struggle als Teil des Prozesses sehen


Egal welche Autorin, egal welchen Autor man fragt, wirklich jeder wird berichten, dass es immer wieder Phasen gibt, in denen man mit dem Buch nicht weiterkommt, sich nicht aufraffen kann und am liebsten alles hinschmeißen will.


Es ist sehr viel leichter, damit klarzukommen, wenn man weiß, dass das nur eine Phase ist, durch die man durchmuss. Danach kommen auch wieder Phasen, in denen man in den Flow kommt und stolz auf sein Werk ist. Aber ein Buch zu schreiben ist nun mal nicht einfach – sonst würde es ja jeder machen. 😉


Und ob man diese schwierigen Phasen durchsteht oder aufgibt: Genau da entscheidet sich, ob man Autor:in wird oder nicht.



Zweitens: Erreichbare Ziele setzen


Viele haben den Anspruch, möglichst schnell mit dem Buch fertig zu werden. Aber wenn man sich vornimmt, jeden Tag 5000 Wörter zu schreiben, ist klar, dass man irgendwann ausbrennt.

Deswegen ist es viel schlauer, mit kleineren, erreichbaren Zielen zu arbeiten. Gerade wenn es nicht so gut läuft: Warum nicht auch mal zufrieden sein, wenn man 200 Wörter am Tag geschafft hat?


Oder wenn es gerade ganz zäh ist, sich einfach vornehmen, das bereits Geschriebene noch mal ganz in Ruhe durchzulesen. Das bringt oft mehr, als sich mit Gewalt durch den Plot prügeln zu wollen.


Drittens: Sich das Ziel vor Augen halten


Wenn man wirklich kurz davor ist, alles hinzuschmeißen, kann es helfen, sich ganz genau vorzustellen, wie es später sein wird, das gedruckte Buch in den Händen zu halten. Für mich ist das zumindest immer ein ganz besonderer Moment. 🥰


Oder man kann sich vorstellen, wie es sein wird, anderen davon zu erzählen, dass dieses Buch, das man nun anfassen kann, das eigene ist. Wenn man es verschenken kann. Wenn man vielleicht die ersten Bücher signiert …


Und wer ganz hoch hinaus will, kann sich ja auch mal vorstellen, wie es wäre, wenn der eigene Name auf der Spiegel-Bestsellerliste steht. Ob man es dahin schafft, ist ungewiss. Aber wenn man das Buch nicht fertig schreibt, ist 100%ig sicher, dass man das auf keinen Fall schaffen wird.


Viertens: Schreibpartner:innen suchen


Ich persönlich verabrede mich gerne mit befreundeten Autorinnen zu Online-Schreibsessions. Es ist wirklich beeindruckend, wie viel produktiver man ist, sobald die Webcam an ist. Wer noch keine Autorinnen im Bekanntenkreis hat, kann sich auch über Freizeit-Apps wie Spontacts nach Schreibgruppen umschauen.


Und in größeren Städten gibt es eigentlich immer auch Autorinnenstammtische (beispielsweise über den BVJA).


Nicht zu vergessen sind natürlich die sozialen Medien. Auch hier könnte man befreundeten Autor:innen ja einfach mal vorschlagen, eine Arbeitsgruppe zu bilden. 😊


Fünftens: Den Word-Count tracken


Am Anfang meiner Autorinnen-Tätigkeit wusste ich oft gar nicht, wie viele Wörter ich pro Tag eigentlich schaffe. Es ist aber extrem hilfreich, sich am Ende des Tages in eine Tabelle einzutragen, was man geschafft hat.


Zum einen finde ich es sehr motivierend, wenn der Gesamt-Word-Count immer weiter steigt. Zum anderen entwickelt man dadurch ein gutes Gefühl dafür, unter welchen Umständen man besonders gut arbeiten kann und was einen eher ablenkt.


Ich mache mir dazu immer kleine Notizen. So habe ich über die Jahre gelernt, worauf ich achten muss, um mit meinen Büchern optimal voranzukommen.


Sechstens: Die gute alte Pomodoro-Technik


Die kennt inzwischen fast jeder, oder?


(Falls nicht: Bei der Pomodoro-Technik stellst dir einen Timer auf 25 Minuten und arbeitest in dieser Zeit wirklich nur an einer einzigen Sache. Kein Handy, keine Mails, kein kurz mal was googeln. Nach den 25 Minuten machst du fünf Minuten Pause. Danach wieder 25 Minuten schreiben, wieder Pause. Nach vier solcher Einheiten gibt’s eine längere Pause.)


Wenn ich gerade keine Schreibpartner:innen habe, nutze ich auch einen Pomodoro-Timer, den ich als Handy-App habe. Wenn ich mich nicht motivieren kann, hilft es mir total, den langen Schreibtag in viele kleine Schreibeinheiten zu zerlegen. Das spornt an und verhindert, dass ich mich komplett in Prokrastination verliere.

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