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7 kostenlose Tools für Autor:innen, auf die ich nicht mehr verzichten möchte

  • Autorenbild: Rena
    Rena
  • 3. Jan.
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 14. Jan.

Nach mittlerweile 12,5 Büchern (eins war eine Novelle) konnte ich das ein oder andere Tool ausprobieren, denn ich bin immer auf der Suche nach Dingen, die mir das Schreiben erleichtern.


Heute soll es nicht um große Schreibsoftware wie etwa Papyrus oder Scrivener gehen, sondern um die kleinen Tolls in meinem Autorinnenalltag, die mir helfen und euch vielleicht ebenfalls das Schreiben erleichtern.

1. Ideen festhalten, bevor sie weg sind – die Diktierfunktion am Handy

Starten wir mit dem Tool, das ich gerade selbst nutze: der Diktierfunktion des Handys. Ich finde sie besonders praktisch für spontane Ideen, etwa wenn man draußen spazieren ist. Es geht einfach schneller, einen Gedanken in die Notizen-App zu diktieren, als ihn erst mühsam einzutippen.


Zeitweise schreibe ich darüber sogar ganze Blogartikel – oder, wenn ich mit der Geschichte schon sehr vertraut bin, auch komplette Kapitel. Für Rohfassungen funktioniert das erstaunlich gut.


2. Zweite Korrekturschleife – Google Docs


Google Docs nutze ich nicht zum eigentlichen Schreiben, außer bei Gemeinschaftsprojekten mit anderen Autorinnen. Aber ich lasse meine fertigen Texte immer noch einmal durch Google Docs laufen. Der Grund: Die Korrekturfunktion findet andere Fehler als Word oder die Duden-Korrektur in Papyrus.


Ich finde es enorm hilfreich, mit technischen Mitteln so viele Fehler wie möglich vorab aus dem Text zu filtern, damit menschliche Augen sich später auf die feineren Dinge konzentrieren können.


Seid euch allerdings sicher: Auch nach diesen Schritten bleiben immer noch genügend Fehler übrig. 😉


3. Sprachliche Zeitreisen und Inspirationen – das DWDS


Als Autorin historischer Romane nutze ich das DWDS (Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache) vor allem wegen der Wortverlaufskurven. Dort kann man sehen, ab wann bestimmte Wörter tatsächlich verwendet wurden.


Wenn ich zum Beispiel in einem Roman, der um 1900 spielt, ein Wort wie „Hingucker“ benutze – was auf den ersten Blick altmodisch genug wirken mag –, zeigt ein Blick ins DWDS schnell: Dieses Wort wird erst ab den 1990er-Jahren regelmäßig gebraucht. Für historische Texte ist das Gold wert.


Das DWDS kann aber noch mehr. Neben Bedeutungen findet man dort verwandte Begriffe, typische Wortverbindungen und Gebrauchskontexte. Das hilft nicht nur bei der Wortwahl im Text, sondern auch bei Titelfindung oder dann, wenn man für ein bestimmtes Gefühl noch den passenden Ausdruck sucht.


4. Branchenradar – der Börsenverein des Deutschen Buchhandels


Außenstehende wundern sich vielleicht, warum ausgerechnet ein „Börsenverein“ für den Buchhandel zuständig ist – das ist historisch gewachsen. Für Autorinnen, die noch nicht lange in der Branche unterwegs sind, ist die Website aber eine echte Orientierungshilfe.


Regelmäßig vorbeischauen oder den Newsletter abonnieren lohnt sich: Man bekommt ein Gefühl dafür, was die Branche gerade bewegt, wo Probleme liegen und welche Themen oder Bücher aktuell gefragt sind. Das ersetzt keine Marktanalyse, aber es schärft den Blick für Zusammenhänge.


5. Gestaltung ohne Designstudium – Canva


Kein Geheimtipp mehr, aber der Vollständigkeit halber darf es hier nicht fehlen. Canva ist für mich unverzichtbar für Social-Media-Grafiken. Ehrlich gesagt: Nur mit Canva schaffe ich es, dass meine Grafiken nicht vollkommen bescheuert aussehen. 😅


6. Schreiben ohne Rückenkrieg – Stretchly


Als Autor:in sitzt man in der Regel viel zu viel am Schreibtisch. Damit man am Ende des Tages nicht völlig verspannt ist, hilft es, regelmäßig die Haltung zu ändern und sich kurz zu bewegen. Das Problem: Man vergisst es, sobald man tief in der Geschichte steckt.


Deshalb habe ich die kostenlose App Stretchly installiert. Sie erinnert mich alle 20 Minuten mit kleinen Bewegungsaufgaben daran, mich zu strecken oder aufzustehen. Das funktioniert gut in Kombination mit der Pomodoro-Technik. Und wenn mich die App mal wieder nervt, weiß ich immerhin: Die Szene war offenbar gerade fesselnd genug.


7. Fortschritt sichtbar machen – Trackbear


Trackbear habe ich erst kürzlich entdeckt. Vorher habe ich meinen Schreibfortschritt in einer einfachen Tabelle festgehalten. Unabhängig vom Tool würde ich aber grundsätzlich empfehlen, sich täglich zu notieren, wie viel man geschrieben hat – gern mit einer kurzen Anmerkung dazu. So bekommt man ein realistisches Gefühl für das eigene Arbeitstempo und kann besser einschätzen, wann ein Projekt fertig sein könnte.


Mich motiviert das außerdem zusätzlich: Ich prokrastiniere deutlich weniger, wenn ich mir einen bestimmten Wordcount vornehme. 😁


Trackbear bietet dafür ein paar praktische Extras:


Man kann mehrere Projekte anlegen (aber alles ganz unkompliziert) und die Wordcounts werden auf unterschiedliche Arten grafisch dargestellt, was für mich motivierender ist als eine nackte Tabelle.


Außerdem kann man sich mit anderen Autor:innen vernetzen, sodass sie ebenfalls ihre Wordcounts eintragen können, sodass man sich gegenseitig anspornt.




Habt ihr weitere Gratis-Tools, die uns im Autor*innenalltag helfen?

Dann schreibt sie gern in die Kommentare, damit alle davon profitieren können.

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Mitglied im Verband der freien Lektorinnen und Lektoren  sowie der Vereinigung deutscher Liebesromanautor:innen

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